Die Alpakafaser zählt neben Kaschmir und Seide zu den wertvollsten Naturfasern - sie wird auch als „das Vlies der Götter“ bezeichnet. Das Alpaka hat eine Größe von ca. 80 cm (Stockmaß) und wiegt zwischen 65 und 80 kg. Alpakas können ein Alter bis zu 20 Jahren erreichen. Sie kommunizieren untereinander durch leises Summen. Sie können aber auch spucken. Das geschieht nur, wenn sie sich bedroht fühlen, bei Futterneid oder bei Rangkämpfen innerhalb der Herde.
Nach ca. 11 bis 11,5 Monaten Tragzeit kommt das Jungtier (Cria) zu Welt. Es ist jedes Mal eine große Freude und Überraschung, wie wohl das Jungtier aussieht.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten: das Huacaya Alpaka und das Suri Alpaka.
Das Huacaya Alpaka hat ein dichtes Vlies, welches im Jahr ca. 12 cm Länge erreicht. Die Wolle ist stark gekräuselt (Crimp). Die Bewollung sollte sich über den gesamten Körper erstrecken. Die Alpakas werden einmal im Jahr geschoren, wobei der Wollertrag zwischen 2 bis 5 kg variieren kann.
Das Suri Alpaka ist mit ca. 10 % an der Gesamtpopulation der Alpakas vertreten. Bei ihm hängt das Vlies, welches wie aufgedrallt wirkt, am Körper herunter.
Die Farbenvielfalt der Alpakawolle ist überwältigend. Es gibt 22 verschiedene Farbschläge von weiß, grau, apricot, verschiedene Brauntöne bis hin zum reinen schwarz, Es gibt auch mehrfarbige und gescheckte Tiere.

Woher kommen die Alpakas?
Die Heimat der Alpakas liegt in Südamerika. Zwischenzeitlich ist die Zucht der Alpakas weltweit verbreitet.

Wie erfolgt die Haltung der Alpakas?
Alpakas sind Herdentiere, es sollten deshalb mindestens 2 Tiere gehalten werden. Aufgrund ihrer noch vorhandenen Urwüchsigkeit benötigen sie täglich Weidegang. Ein zugfreier, wetterfester Unterstand muss vorhanden sein, damit sie sich vor Wetterunbilden schützen können. Der Unterstand bzw. die Größe des Stalles sollte so bemessen sein, dass je Tier minimal 2 m² zur Verfügung stehen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass eine größere Fläche gerade im Winter vorteilhaft ist.
Die Weidefläche sollte für 2 Tiere mindestens 1.000 m² betragen. Für jedes weitere Tier müssen ca. 100 m² gerechnet werden. Die Weidefläche sollte so bemessen sein, dass auch bei Trockenheit die Futterversorgung durch Gras gewährleitet ist.

Was fressen Alpakas?
Alpakas sind Weidetiere. In der Vegetationszeit ernähren sie sich vom Gras auf der ihnen zur Verfügung stehenden Weide. Das Gras in unseren Regionen ist um ein vielfaches nahrhafter, als in ihren Ursprungsländern. Deshalb sollte Kraftfutter (Pellets für Alpaka) nur Zuchtstuten, Jungtieren und Hengsten, die im Deckeinsatz sind, gereicht werden.

Wie pflegt man Alpakas?
Die Schur der Tiere erfolgt einmal im Jahr, bei uns im April. Die tägliche Kontrolle des Gesundheitszustandes der Tiere ist unverzichtbar. Die Alpaka werden auf Wurmbefall kontrolliert und dementsprechend tierärztlich behandelt. Die Zehennägel der Alpakas müssen ebenfalls regelmäßig kontrolliert und geschnitten werden. Bei der Schur werden, wenn nötig, die Zähne (Hengstzähne) geschliffen.

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